Monatsandacht

Juni 2018 und Juli 2018

In Christus seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit – in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem heiligen Geist, der verheißen ist. (Eph 1,13)

Die Gemeinde Jesu, die Gemeinde derer, die an Jesus Christus glauben, kommt immer von Pfingsten her. Denn Gott der Heilige Geist ist es, der durch das verkündigte und gehörte biblische Gotteswort den Glauben an Jesus schenkt und erhält. "Niemand kann Jesus den Herrn nennen außer durch den Heiligen Geist." (1. Kor 12,3)

Vor seiner Kreuzigung und auch nochmal nach seiner Auferstehung hatte Jesus den Jüngern angekündigt, ihnen den Heiligen Geist zu senden. (vgl. Joh 14,16f.26; 15,26; 16,7ff; Lk 24,49; Apg 1,8)

Nachdem der Sohn Gottes am Kreuz das stellvertretende rettende Sühnopfer vollbracht hatte und am dritten Tage von den Toten auferstanden war, begegnete er seinen Jüngern immer wieder in den 40 Tagen bis zu seiner Himmelfahrt, seiner Erhöhung zur Rechten Gottes des Vaters.

Zehn Tage später ging die Verheißung in Erfüllung: Gott der Heilige Geist kam zu den Jüngern, und sie fingen an, den gekreuzigten und auferstandenen Jesus öffentlich als den Herrn und Christus zu bezeugen. Viele von denen, die das Wort Gottes hörten, wurden in Herz und Gewissen getroffen, kamen zum Glauben an Jesus, kehrten um und ließen sich taufen. (Apg 2)

Das geschah, weil Gott der Heilige Geist durch das verkündigte Wort Gottes handelt. Er tut dem Sünder die Augen auf – über sich selbst und seine Lage vor Gott, vor allem aber über Jesus, den Sohn Gottes, den Heiland der Sünder, der ihn liebt und ruft. So ist es bis heute geblieben. Martin Luther bezeugt in der Erklärung zum 3. Artikel des Glaubensbekenntnisses:

"Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten; ..."

Die glaubende Gemeinde Jesu hält sich deshalb mit Dank und Freude an das geschriebene Wort Gottes der Heiligen Schrift.          

1. Freut euch, ihr Christen alle,
Gott schenkt uns seinen Sohn;
lobt ihn mit großem Schalle,
er sendet auch vom Thron
des Himmels seinen Geist,
der uns durchs Wort recht lehret,
des Glaubens Licht vermehret
und uns auf Christus weist.

2. Er lässet offenbaren
als unser höchster Hort
uns, die wir Toren waren,
das himmlisch Gnadenwort.
Wie groß ist seine Güt!
Nun können wir ihn kennen
und unsern Vater nennen,
der uns allzeit behüt'.

3. Verleih, daß wir dich lieben,
o Gott von großer Huld,
durch Sünd dich nicht betrüben,
vergib uns unsre Schuld,
führ uns auf ebner Bahn,
hilf, daß wir dein Wort hören
und tun nach deinen Lehren:
das ist recht wohlgetan.

4. Von oben her uns sende
den Geist, den edlen Gast;
der stärket uns behende,
wenn uns drückt Kreuzeslast.
Tröst uns in Todespein,
mach auf die Himmelstüre,
uns miteinander führe
zu deinem Freudenschein!

Es grüßen Sie, liebe Gemeindeglieder, herzlich
Ihr Pfarrer Hamel, Mitarbeiter und Kirchvorsteher mit dem Lied EG 196,1+6 von David Denicke

Herr, für dein Wort sei hoch gepreist;
laß uns dabei verbleiben
und gib uns deinen Heilgen Geist,
daß wir dem Worte gläuben,
dasselb annehmen jederzeit
mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud
als Gottes, nicht der Menschen.

Dein Wort, o Herr, laß allweg sein
die Leuchte unsern Füßen;
erhalt es bei uns klar und rein;
hilf, daß wir draus genießen
Kraft, Rat und Trost in aller Not,
daß wir im Leben und im Tod
beständig darauf trauen.