Monatsandacht

August 2018 und September 2018

"Gott hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf." (2. Tim 1,9)

In den Briefen des Neuen Testaments werden die, die an Jesus Christus glauben, immer wieder erinnert an die ihnen durch Jesus zuteil gewordene hohe Berufung:      
Gott hat euch, hat dich zum Heil berufen. Du bist durch das Opfer Jesu teuer erkauft. Im Glauben an Jesus hast du Anteil an ihm. Er hat dich aus der Finsternis von Sünde, Bindungen und Tod errettet und in das Licht seiner Gnade gestellt. Von dieser großen Berufung soll schon jetzt dein ganzes Leben bestimmt sein. Und herrliches Ziel der himmlischen Berufung ist das ewige Leben in der Herrlichkeit des dreieinigen Gottes.

Hier einige Beispiele aus Gottes Berufungs-Urkunde:          
  Gott hat euch "zur Seligkeit erwählt, in der Heiligung durch den Geist und im Glauben an die Wahrheit, wozu er euch auch berufen hat durch unser Evangelium, damit ihr die Herrlichkeit unseres Herrn Jesus Christus erlangt." (2. Thess 2,13f)          
  Die Apostel haben empfangen Gnade und Apostelamt, in Jesu Namen "den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter allen Heiden, zu denen auch ihr gehört, die ihr berufen seid von Jesus Christus". Deshalb adressiert der Apostel seine Briefe etwa mit den Worten: "an alle berufenen Heiligen". (Röm 1,5-7)
  "Gott hat uns selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht nach unsern Werken, sondern nach seinem Ratschluß und nach der Gnade, die uns gegeben ist in Christus Jesus vor der Zeit der Welt, jetzt aber offenbart ist durch die Erscheinung unseres Heilands Christus Jesus, ..." (2. Tim 1,9f)

Diese Berufung soll uns im Glauben stark und fest sein:      
  "Er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist." (Eph 1,15-21)        
  "Darum, liebe Brüder, bemüht euch desto mehr, eure Berufung und Erwählung festzumachen. Denn wenn ihr dies tut, so werdet ihr nicht straucheln, und so wird euch reichlich gewährt werden der Eingang in das ewige Reich unseres Herrn und Heilands Jesus Christus." (2. Petr 1,10f)

Gottes Berufung zum Heil aus Gnade um Christi willen erhebt sündige, sterbliche Menschen in höchsten Adel: 
  "Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, daß ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht." (1. Petr 2,9)

Um in dieser Berufung Gottes zu leben und zu bleiben und ans Ziel zu kommen, hält der von Gottes Wort genährte Glaube sich allein an das biblische Evangelium.    
  Den Christen in Galatien, die plötzlich anfingen, ihr Heil nicht mehr allein im Glauben an Jesus Christus zu suchen, schreibt der Apostel: "Mich wundert, daß ihr euch so bald abwenden laßt von dem, der euch berufen hat in die Gnade Christi, zu einem andern Evangelium." (Gal 1,6) "Ihr lieft so gut. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen? Solches Überreden kommt nicht von dem, der euch berufen hat." (Gal 5,7f)    
  "Setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi." (1. Petr 1,13)

Und auch dies: "Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, denen ihr früher ... dientet; sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel." (1. Petr 1,14f) - Adel verpflichtet:    
  "Ich ermahne euch ..., daß ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid." (Eph 4,1f)          
  Wir haben euch ermahnt und beschworen, "euer Leben würdig des Gottes zu führen, der euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit." (1. Thess 2,12)
    
  "Gott hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur Heiligung." (1. Thess 4,7)     

  "Deshalb beten wir auch allezeit für euch, daß unser Gott euch würdig mache der Berufung und vollende alles Wohlgefallen am Guten und das Werk des Glaubens in Kraft ..." (2. Thess 1,11f)        

  "Ihr seid dazu berufen, daß ihr den Segen ererbt." (1. Petr 3,9)

Ein Leben in der Glaubensbindung an den Herrn und Heiland Jesus Christus geht durch alle Kämpfe und Widrigkeiten hindurch auf das große Ziel zu:  

  "Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, wozu du berufen bist ..." (1. Tim 6,12)  

  "Ich jage nach - dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung in Christus Jesus." (Phil 3,7-21)

  "Die ihr teilhabt an der himmlischen Berufung, schaut auf den Apostel und Hohenpriester, den wir bekennen, Jesus." (Hebr 3,1)       

  Christus ist "der Mittler des neuen Bundes, damit durch seinen Tod ... die Berufenen das verheißene ewige Erbe empfangen." (Hebr 9,15)     

  "Gott ist treu, durch den ihr berufen seid zur Gemeinschaft seines Sohnes Jesus Christus, unseres Herrn." (1. Kor 1,9)

  "Der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen." (Kol 3,15)           

  "Der Gott aller Gnade, der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christus Jesus, der wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, aufrichten, stärken, kräftigen, gründen. Ihm sei die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen." (1. Petr 5,10f)   

  "Selig sind, die zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind." (Offb 19,9)

Es grüßen Sie, liebe Gemeindeglieder, herzlich
Ihr Pfarrer Hamel, Mitarbeiter und Kirchvorsteher mit dem Lied EG 250 von Friedrich Konrad Hiller

Du rufest auch noch heutzutage,
daß jedermann erscheinen soll;
man höret immer deine Klage
daß nicht dein Haus will werden voll.
Deswegen schickst du auf die Straßen,
zu laden alle, die man find't;
du willst auch die berufen lassen,
die blind und lahm und elend sind.

Wir wolln uns nicht auf Werke gründen,
weil doch kein Mensch vor dir gerecht;
und will sich etwas Gutes finden,
so sind wir dennoch böse Knecht.
Mit Glauben müssen wir empfangen,
was Christi Leiden uns bereit';
im Glauben müssen wir erlangen
der Seelen Heil und Seligkeit.