Monatsandacht

Februar 2018 und März 2018

Der Heiland Jesus Christus ist gekommen, "zu suchen und zu retten, was verloren ist" (Lk 19,10). So ging er für uns den Weg bis hin zum Tod am Kreuz (Phil 2). Sein stellvertretendes Sühnopfer geschah für einen jeden von uns. "Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt." (Joh 1,29) Das Wort Gottes gibt in allen vier Evangelien Bericht von diesen wichtigsten Stunden der Welt- und Heilsgeschichte, als Jesus, der Sohn Gottes, am Kreuz hing und sein sündloses Leben zum rettenden Opfer für alle dahingab. Hier nach dem Evangelisten Lukas:

"Es wurden aber auch andere hingeführt, zwei Übeltäter, daß sie mit ihm hingerichtet würden. Und als sie kamen an die Stätte, die da heißt Schädelstätte, kreuzigten sie ihn dort und die Übeltäter mit ihm, einen zur Rechten und einen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!

Und sie verteilten seine Kleider und warfen das Los darum. Und das Volk stand da und sah zu. Aber die Oberen spotteten und sprachen: Er hat andern geholfen; er helfe sich selber, ist er der Christus, der Auserwählte Gottes. Es verspotteten ihn auch die Soldaten, traten herzu und brachten ihm Essig und sprachen: Bist du der Juden König, so hilf dir selber! Es war aber über ihm auch eine Aufschrift: Dies ist der Juden König.

Aber einer der Übeltäter, die am Kreuz hingen, lästerte ihn und sprach: Bist du nicht der Christus? Hilf dir selbst und uns! Da wies ihn der andere zurecht und sprach: Und du fürchtest dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist? Wir sind es zwar mit Recht, denn wir empfangen, was unsre Taten verdienen; dieser aber hat nichts Unrechtes getan. Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du in dein Reich kommst! Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein.

Und es war schon um die sechste Stunde, und es kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde, und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels riß mitten entzwei. Und Jesus rief laut: Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände! Und als er das gesagt hatte, verschied er." (Lk 23,32-46)
Was hier geschah, das hatte Gott durch den Propheten Jesaja schon viele Jahrhunderte vorher so beschrieben:

"Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. ...

Er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.       

Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn. ...  

Er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat meines Volks geplagt war. ... Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und in die Länge leben, und des HERRN Plan wird durch seine Hand gelingen.

Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden. Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben, und er soll die Starken zum Raube haben, dafür daß er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten." (Jes 53,4-12 i.A.)

Am Kreuz von Golgatha hat Jesus das stellvertretende Sühnopfer vollbracht zur Rettung der Vielen. Er schenke es auch in unsern Tagen vielen, daß sie ihn als ihren Heiland, ihren Retter erkennen und ihm glauben können und ihm voller Freude danken,

"welcher ist um unsrer Sünden willen dahingegeben

und um unsrer Rechtfertigung willen auferweckt.

Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben,

haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus."

(Röm 4,25+5,1)

Es grüßen Sie, liebe Gemeindeglieder, herzlich
Ihr Pfarrer Hamel, Mitarbeiter und Kirchvorsteher mit dem Lied EG 82 von Justus Gesenius:

Wenn meine Sünd' mich kränken,
o mein Herr Jesu Christ,
so laß mich wohl bedenken,
wie du gestorben bist
und alle meine Schuldenlast
am Stamm des heilgen Kreuzes
auf dich genommen hast.

O Wunder ohne Maßen,
wenn man's betrachtet recht:
es hat sich martern lassen
der Herr für seinen Knecht;
es hat sich selbst der wahre Gott
für mich verlornen Menschen
gegeben in den Tod.

Was kann mir denn nun schaden
der Sünden große Zahl?
Ich bin bei Gott in Gnaden,
die Schuld ist allzumal
bezahlt durch Christi teures Blut,
daß ich nicht mehr darf fürchten
der Hölle Qual und Glut.

Drum sag ich dir von Herzen
jetzt und mein Leben lang
für deine Pein und Schmerzen,
o Jesu, Lob und Dank,
für deine Not und Angstgeschrei,
für dein unschuldig Sterben,
für deine Lieb und Treu.